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26.08.2010

VDWS – Arbeiten im Surfcenter „….dort, wo andere Urlaub machen“

Patrick, wie ist das so beim VDWS? Du hast ja jetzt einen job im Surfcenter… Tja, wie ist das so? „Dein Leben will ich auch haben, hast ja dauerhaft bezahlten Urlaub!“ „Was machst du denn sonst so? Du kannst das ja nicht immer machen und eigentlich rennst du doch auch nur vor dem wahren Leben davon!“ Willkommen in der Welt der Vorwürfe, wenn man da arbeitet, wo andere im Urlaub Windsurfen oder Segeln:-)

VDWS Surfcenter

Banana Boat fahren beim VDWS

VDWS Surfcenter

hier seht Ihr das VDWS Surfcenter

VDWS Surfcenter

Support beim Surfunterricht - das A & O

VDWS Surfcenter

und wer lieb ist, darf Jetski fahren:-)

 

VDWS – Arbeiten im Surfcenter.

Eine wahre Geschichte von Patrick Reiners.

Die Sonne scheint jeden Tag, es ist täglich Sommer, alle sind entspannt und guter Stimmung und DU musst arbeiten. Klingt im ersten Moment doch nach einem guten Kompromiss. Schließlich kann es im „normalen“ Job auch mal Sommer geben und man sitzt evtl. im Büro oder sonst wo fest und kann nicht an den Strand.

VDWS Surfcenter – wie ist das denn da so, Patrick?

Die Jobs mit dem guten Kompromiss sind meistens an Wassersportstationen und deine Aufgabe ist es, den Gästen Wassersport wie Katamaran Segelen, Windsurfen, Wellenreiten oder sonstwas beizubringen oder eben den Instruktoren und Stationsleitern stetig unter die Arme zu greifen. Dies bedeutet, JEDEN Tag gute Laune, denn schließlich sind die Urlauber im Urlaub und wollen kein schlecht gelauntes Personal sehen.

JEDEN Tag, auch wenn perfekte Bedingungen für dich und deinen Wassersport wären, arbeiten und meistens keinen oder nur einen freien Tag in der Woche.

Zum Thema „Gäste“, könnte ich noch einen weiteren Artikel bzw. Buch schreiben, der sich nur um eben jene dreht, aber dies erspare ich Euch. Wer sein Hobby zum Beruf machen will, kann sich natürlich einen kleinen Traum erfüllen und sich viele Neider machen, man sollte sich aber dennoch über die Schattenseiten bewusst sein.

Deine Qualifikation hängt stark vom Niveau von der einzelnen Station, an der du arbeiten möchtest, und dem Verband deines Wassersports, z.B. VDWS, ab.

An den Stränden ist das kleinste Glied in der Kette wohl der Beachboy. Sozusagen das Mädchen für alles. Geld für Sunbeds und Umbrellas kassieren, Strand sauber halten und die Herrschaften vom Surfcenter tatkräftig unterstützen.

Der VDWS Wassersport-Assistent

Nachfolgend und für Personen geeignet, die einmal einen Einblick ins Wassersportgeschäft und in ein VDWS Surfcenter kriegen wollen, gibt es den Wassersport-Assistenten, der, wie der Name schon sagt, fleißig assistiert. Dann die Instruktoren. Je nach Sportart und Verband, sind hier die Vorraussetzungen sehr unterschiedlich, die Hauptaufgabe aber doch recht eindeutig: Unterrichten und den Gästen das Wassersport-Feeling näher bringen.

Arbeiten an der Station

Große Verantwortung haben alle, die an der Station arbeiten. Nicht nur die Sicherheit der Schüler muss zu 100% durchgehend gewährleistet sein, aber auch die kaufmännische Seite darf nicht vergessen werden. Schließlich wollen ja evtl. alle in der nächsten Saison wieder für die Station arbeiten. Somit muss also genug Geld eingespielt werden. Nur gut in seinem Sport zu sein, reicht also noch nicht ganz aus. Wer sich jetzt bis hierher noch wunderbar wieder erkennt, sollte noch bedenken, dass sämtliche körperliche und geistige Arbeit meist bei ca. 30Grad im Schatten stattfindet. Wo die Urlauber völlig verschwitzt nach Luft schnappen, müsst Ihr frisch und gut gelaunt Rede und Antwort stehen. Ein Tagesablauf gespickt mit: Materialcheck, -reparatur und –pflege, Unterrichtsvorbereitung und Durchführung, Kundenakquise  und Verkaufsgesprächen, Buchhaltung und gaaaanz vielen Sätzen, die man nicht nur 20mal pro Tag erzählt, geht dann in den meisten Fällen auch nach 8-10 Stunden zu Ende.

Nun aber noch ein paar positive Highlights!

Da an einer Wassersportstation natürlich ein Team voller cooler und netter Wassersportler arbeitet und auch ein paar eurer Gäste richtig gut drauf sind, geht´s jetzt häufig doch noch nicht nach Hause. Jetzt ist Zeit zum Schnorcheln, Surfen, Segeln, oder einfach ein BBQ am Strand. Trotz des stressigen Tages, darf der eigene Spaß ja schließlich auch nicht zu kurz kommen. Wenn dann nicht nur alle Sonnenanbeter sondern auch die Sonne persönlich von der Bildfläche verschwunden sind, kann man sich auch langsam auf den Weg machen, den am nächsten Morgen geht das ganze Spiel wieder von vorne los.

Vision or Nightmare?

Für manche ist das Leben und Überleben am Strand ein Traum für andere ein Albtraum. Wer nicht unbedingt ein absolut geregeltes Leben in festen Einbahnstraßen haben will, keinen oder einen kompromissbereiten Partner hat, gerne an unterschiedlichen Orten der Erde arbeiten will, mit Vorurteilen gut umgehen und jeden Tag das Leben auf´s Neue genießen kann, sollte unbedingt diese wunderbare Erfahrung – einmal einen Sommer lang in einem VDWS Surfcenter gearbeitet zu haben - mitnehmen.

Es bringt einen schlussendlich auch menschlich weiter. Wer nun doch noch Bedenken hat, was danach passieren soll, dem sei gesagt, es gibt tatsächlich lebende Beweise, das man auch 30 Jahre lang als Surf-Lehrer arbeiten kann. Wenn das für jemanden nicht die Erfüllung ist, kann sein Hobby auch einfach einmal nur als Ferienjob zum Beruf machen. Die Wege im Wassersportbusiness sind vielseitig und sicherlich nicht so steif, wie in manch anderen Bereichen. Erkundige dich einfach einmal beim VDWS oder direkt bei den Wassersportstationen. Hier wird einem noch gerne geholfen.

Und nun frohes Schaffen: ob im Büro, auf dem Bau oder am Strand.

Euer Patrick

Kategorie: Windsurfen

Von: Andrea & Patrick