Köster Gala bei den Red Bull Big Days
Weißenhaus - Sturmtief Gabrijela beendete die Wartezeit auf die Big Days. Gestern traf sich in der Hochwachter Bucht Deutschlands Windsurfelite zum Wellenschlitzen. Darunter Philip Köster, 15jähriges Supertalent. Er galt als der Topfavorit.

Big Days

vl. Köster, Bade, Gobisch, Wolff

Youngster Leon Jamaer
Video zu den Red Bull Big Days
Nach seinen Erfolgen auf der Pozo PWA Junior Tour, lastete auf seinen schmalen Schultern viel Druck. Jeder sah ihn vorne bei den Big Days. Dabei war die Konkurrenz mit Vorjahressieger Lars Gobisch und Andy Wolff, um nur einige der alten Wölfe zu nennen, alles andere als namenlos.
Aber der Junge biss am Besten und hielt stand. Um Punkt Zwölf wurde zur Hauptrunde geblasen. Die zwölf Besten des letzten Jahres trafen auf die zwölf besten Qualifikanten, die sich schon früh morgens in die kalten Fluten geschmissen hatten.
Selbst von Hagelschauer und frostigen 8º Celsius Luft- und Wassertemperatur lies sich der junge Wahlspanier nicht beeindrucken. Seine Performance war durchweg auf hohem Niveau. Im Finale traf er auf Vorjahressieger Lars Gobisch. Der Local gilt als einer der besten Windsurfer an Nord- und Ostsee. Spezialität des Medizinstudenten Pushloops. Mit dem höchsten Doppelloop des Tages schaffte er den Einzug ins Finale. Andy Wolff und Local Matze Bade blieb nur das Loosersfinal.
Im Kampf um den Sieg zeigte Köster keinerlei Scheukappen und ging aggressiv zu Werke. Gobisch konnte seinen Coup aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Neun Minuten Powersurfen bedeuteten den Sieg für den 15jährigen Nachwuchsstar.
Matze Bade zwang Andy Wolff mit langen Wellenritten und Pushloops in die Knie. „Ich war einfach müde, das war verdammt anstrengend“, sage Wolff nach dem Lauf.
Die abschließende Supersession gewann mit Leon Jamaer ein weiterer Youngster. Ein extrem hoher, verdrehter Pushloop brachte den Sieg.
Das Schlusswort gebührt Philip Köster: „Unglaublich, das Niveau und die Bedingungen hier an der Ostsee waren viel besser als ich es erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich über meinen Sieg. Bei den Big Days im nächsten Jahr bin ich sicher wieder dabei. Allerdings bringe ich mir dann noch einen dickeren Anzug mit.“










