
Das war das Chill and Ride Wakeboard Festival 2009
Von Kerstin Kleinenbrands. Weltwirtschaftskrise? No way, Ray! Am Wochenende 20. – 23. August startete die Gegenbewegung mit dem größten Bootstreffen Europas, dem Chill and Ride2009! Pfennigfuchser und Sparfüchse würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüssten wie viele Liter des flüssigen Goldes durch die 400PS-Motoren in diesen Tagen gepumpt wurde. An diesem Wochenende ging es nur das Eine – den Spass am Wakeboarden, Feiern und Chillen!

Das Chill and Ride Wakeboard Festival

Podium Pro Men
Die Bootsszene präsentierte sich und war mit ca.30 Booten wieder zahlreich auf dem Rhein in Freistett vertreten. Fette Beats dröhnten vier Tage lang aus den Boxen und kein Fahrer zögerte, den Hebel mal ordentlich auf den Tisch zu legen. Was kostet schon die Welt, wenn man sich einmal im Jahr versammelt? Alle haben das gleiche Ziel und teilen dieselbe Leidenschaft zum diesem tollen Sport. Bereits zum 5. Male gaben sich Rider aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Umgebung die Ehre, um das Chill and Ride Festival auch diesen Sommer zum Wakeboard Event des Jahres zu machen. Schirmherr der Veranstaltung, Danièl Butzerin, hatte hart zu kämpfen. Gegen Pessimismus, knappe Sponsorengelder und 1000 weitere Problemchen. Nach dem kleinen Wettertief des letzten Jahres (Chill and Ride 2008), gab es dieses Mal Sonne satt!
Donnerstag. Anreisetag.
Peu à peu trudelten die Rider ein, bei einem leckeren Abendbierchen und Wakeboard Videos ließ man das Wochenende langsam angehen. Dicke Aktion à la carte gab es dann am nächsten Tag. Die Wakesurfer zeigten, dass man unabhängig von ozeanischen Naturgewalten hinter einer fetten Bootswelle genau so surfen kann, wie die Hawaiianer vor der Küste Mauis! Leider musste der Amateur Men Wakeboard Contest wegen starken Windes und Kabbelwasser auf den nächsten Tag verschoben werden.
Freitag – Contest Chill and Ride
Da hieß es dann: die Early Birds rocken den Vormittag. Denn bereits um 10Uhr – erfahrungsgemäß ein unglaublich unüblicher Zeitpunkt, um einen Wakeboarder auf‘s Brett zu stellen – begann der Contest. Doch auch diese Formel ging auf, und Siggi Pranke holte sich den ersten Platz, dicht gefolgt von Sven Assmuth und dem Schweizer Tobias Volpon. Bei den Wakesurfern war die Schweiz ebenfalls gut vertreten. Platz 1 für Jürg Röthlisberger, Platz 2 ging an Korina Smyrek und Platz 3 an Sepp. O-Ton „Ich brauch‘ bei den Deutschen keinen Helm für den Slider,“ so Ascherl. Freitags am Abend war dann Round One des Partymarathons angesagt und die Meute feierte bis früh in die Morgenstunden.
Samstag – Wakeboard Teamchallenge
Vier Rider in jeder Gruppe traten im Team gegeneinander an. Traumwetter und auch sonst eigentlich Traumbedingungen, wenn auch ab und zu manche oberklugen Köpfe nicht nachvollziehen konnten, dass von der einen zur anderen Boje Wettkampfstrecke war - und das sollte bedeuten: Runter vom Gas, Wellenschlag vermeiden! Egal. Dennoch stylten die Rider ihre Tricks und zeigten höchstes Wakeboard Niveau. Trotz Remmi Demmi am Vorabend gab es Tricks deluxe und mehr und mehr Zuschauer versammelten sich auf den Rängen.
Auf der Party Runde zwei wurden dann die besten Teams geehrt. Drittplatzierte waren die französischen Chaoten „Unleashed“ mit Laurent Pichois, Gérard Brossard, Yann und Kevin Calvez. Fizemeister wurden die „Fantastic Four“ mit der neuen Kombination um mich :-) (Kerstin Kleinenbrands), Alex Neuwirth, Tobias Dammith und dem französischen Fahrer Lucas Langlois. Team „WaterworldLand“ mit Elke Venken, Sebastian Thums, David Vervenne und Joey Zimmermann konnte schlussendlich kein anderer stoppen.
Sonntag - großes Finale
Nach einer großartigen feucht fröhlichen Nacht kam es dann am Sonntag zum Höhepunkt des Chill and Ride. Dem Contest der Pro Men und Pro Women.
Bei den Ladys war das Niveau aufgrund des internationalen Einflusses weitaus höher als auf den Deutschen Meisterschaften und somit konnte Frau sich nur mit mindestens einem Invert einen Platz auf dem Treppchen sichern. Ansage verstanden – es ging los! Kerstin Kleinenbrands auf Platz drei (freu freu!), mit einer zum ersten Mal im Wettkampf sauber gelandeten Backroll !! Pete Reißmann, gerade zusätzlich zur Mutter gekührt, setzte ebenso einen Lauf hin, als wäre sie nie weg gewesen. Außer Konkurrenz fuhr Elke Venken aus Belgien, die sogar einigen männlichen Ridern gefährlich werden könnte. Sie zauberte einen Tantrum, 360°, 540°, Backroll und vieles mehr. Chapeau!
Bei den Pro Men gab es dann die Crème Brûlée des Wakeboardens. Das zeigte sich auch an der Zuschauermasse. Frankreich war ganz deutlich Spitzenreiter. Die deutschen Jungs konnten sich leider kein Platz auf dem Treppchen sichern. Schwer diskutiert wurde die Verteilung der ersten beiden Plätze, doch schlussendlich holte sich Yann Calvez den ersten Platz, Lucas Langlois landete auf Platz Zwei und der Belgier David Vervenne auf Platz Drei. Alle schritten hoch erhobenen Hauptes von dannen.
Auch dieses Jahr konnten für Teilnehmer, Veranstalter und Zuschauer alle Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen werden, daher: Chill and Ride is PUNK!!!
Bis zum nächsten Jahr!!!














