Klippenspringen: 5. Stopp der Cliff Diving World Series 2010
Die Red Bull Cliff Diving World Series 2010 in Sisikon (SUI) waren ein voller Erfolg. Gary Hunt aus England hat seinen Misserfolg in Italien überwunden und springt sich zurück an die Spitze. Die britischen Wetterbedingungen in Sisikon - mit strömenden Regen und kühlen Temperaturen - schienen Hunt nichts auszumachen.

Alain Kohl auf der 26.5m Plattform in Sisikon

Gary Hunt beim 5. Stopp der Cliff Diving World Series

Eber Pava of Colombia bei den World Series in Sisikon

Podium: Gary Hunt, Orlando Duque und Kent De Mond
Episode 5: Das Imperium schlägt zurück
Typisch englisches Wetter mit Wasser von buchstäblich allen Seiten und kühle Temperaturen bildete den perfekten Rahmen für Gary Hunts Darbietung beim vorletzten Stopp der Red Bull Cliff Diving World Series 2010 in Sisikon, Schweiz.
Bereits in Runde eins in Führung gegangen, setzte sich der 26-Jährige gegen seine Konkurrenten durch und holte sich Samstagnachmittag am Vierwaldstättersee seinen vierten Saisonsieg vor 3500 wasserfesten Zuschauern. Der Brite ist vor dem Finale am 12. September in Hilo, Hawaii, nur noch einen Punkt vom Gesamtsieg entfernt.
Gary Hunt
Nach der verpatzten Weltpremiere seines Sprunges mit laufendem Absprung in Italien, schlug heute die Stunde des Hunt. Mutter und Schwester waren zum ersten Mal vor Ort und hatten das Wetter von zu Hause im Gepäck.
„Die Familie hier zu haben ist ein gutes Gefühl. Die beiden haben mich zum ersten Mal live springen gesehen, und dass ich gewonnen habe, macht die Sache natürlich umso schöner. Für mich war das ein wichtiger Sieg. Nach meinem Missgeschick in Italien hatte ich viele schlechte Gedanken in meinem Kopf – fangen meine Nerven jetzt zu flattern an? Dieser Sieg gibt mir ein sicheres Gefühl. Jetzt habe ich die beste Ausgangslage fürs Finale,“ freut sich der Springer aus Southampton, der vor dem Kolumbianer Orlando Duque und Kent De Mond aus den USA gewinnen konnte.
Das Finale
Begleitet von heftigem Regenfall, hatte der Wettkampf einige Erstmaligkeiten zu bieten: Der Gewinner des Schweiz-Stopps 2009 und Italien Sieger Artem Silchenko (RUS) landete nach einem misslungenen zweiten Sprung nur auf Rang neun.
Zwei Athleten schafften zum ersten Mal in dieser Saison den Sprung in die Finalrunde – Michal Navratil aus Prag und der Franzose Cyrille Oumedjkane beendeten den Bewerb auf dem vierten und sechsten Platz und verkleinerten damit ihren Rückstand auf die Top Sechs im Zwischenklassement.
Sisikon in der Schweiz
Befestigt an einer steinigen Sehenswürdigkeit, umgeben von 1.500m hohen Bergen und thronend über dem viertgrößten See der Schweiz – die Bühne für die zwölf weltbesten Klippenspringer im winzigen und idyllischen Örtchen Sisikon war in 26,6m Höhe angebracht.
Zuschauer auf Booten, Luftmatratzen oder Surfboards ließen sich vom kühlen Nass von oben nicht abschrecken und verzehnfachten beinahe die Zahl der 370 Dorfbewohner.
Ergebnis Stopp 5 in Sisikon (SUI)
1. Gary Hunt GBR 417.50
2. Orlando Duque COL 380.50
3. Kent De Mond USA 322.65
4. Michal Navratil CZE 321.80
5. Hassan Mouti FRA 307.65
6. Cyrille Oumedjkane FRA 293.30
7. Alain Kohl LUX 188.30
8. Steve Black AUS 188.05
9. Artem Silchenko RUS 184.20
10. Eber Pava COL 120.60
11. Slava Polyeshchuk UKR 84.60
12. Andrey Ignatenko UKR 68.40
Die Gesamtwertung der Tour
Vor dem letzten Stopp liegt Gary Hunt im Gesamtklassement nun mit 19 Punkten vor Orlando Duque (73 Punkte) in Führung, Artem Silchenko (67 Punkte) rangiert auf Platz 3.
















