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08.06.2010

Yucatan - zum Abtauchen schön

Nach einem überwältigenden Tourauftakt in La Rochelle (Frankreich) machte die Cliff Diving World Series, am Sonntag den 6. Juni, zum ersten Mal Halt im mexikanischen Yucatan und bot den weltweit besten Cliff Divern perfekte Bedingungen um ihr Können erneut unter Beweis zu stellen.

Yucatan

Der Ik Kil-Cenote in Yucatan, Mexiko

Yucatan

Wettkapfstätte der Red Bull Cliff Diving World Series

Yucatan

Atemberaubende Sprünge an atemberaubendem Ort

Artem Silchenko, Gary Hunt und Orlando Duque

 

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Die Mexiko-Premiere in Yucatan war der zweite Stopp der Cliff Diving Tour und bot wieder einmal Spektakuläres und Einzigartiges. Der Wettbewerb fand in der Ik Kil-Cenote im mexikanischen Dschungel Yucatans statt. Dort gibt es ca. 3000 dieser Cenotes (Erdfälle), welche natürliche Brunnen sind und früher die einzigen Frischwasserquellen in Yucatan waren. Dieser atemberaubende Wettbewerbsort befindet sich nur etwa 3 km von der Maya-Ruinenstätte und UNESCO-Welterbe Chichén Itzá entfernt, welche 2007 zu einem der neuen sieben Weltwunder gewählt wurde.

Insgesamt 13 auserwählte Cliff Diver stützten sich am Sonntag aus 27,25 Metern Höhe in die 60 Meter breiten, 39 Meter tiefen und laut der Maya heiligen Brunnen. Neben Lokalmatador Fito Gutierrez waren auch Springer wie Gary Hunt, Orlando Duque, Kent de Mond, Artem Silchenko, Steve Black und Hassan Mouti am Start und präsentierten vor herrlicher Kulisse Cliff Diving auf höchstem Niveau. Bei der Ausübung dieser Sportart sind höchste Konzentration, enormes Selbstvertrauen und absolute Körperbeherrschung unerlässlich, da die Springer nur ca. 3 Sekunden Zeit haben ihre Kür zu koordinieren, bevor sie mit ungefähr 100 km/h ins Wasser eintauchen.

Auch in Mexiko gab es dann wieder enorm anspruchsvolle und kreative Sprünge zu bestaunen. Den dritten Rang sicherte sich, mit 348.40 Punkten, der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien. Nach einem zweiten Platz beim Auftaktwettbewerb in La Rochelle konnte er auch in Yucatan wieder zeigen, warum er zur Weltelite der Cliff Diver gehört. Mit einem einzigartigen neuen Sprung, samt 'Blind Entry' holte sich der Russe Artem Silchenko, mit 363.05 Punkten, den zweiten Platz. Der 'Blind Entry' ist ein seltenes und überaus schwieriges Eintauchmanöver, bei dem der Springer das Wasser zum letzten Mal zumindest einen halben Salto vor dem Eintauchen sieht. Trotz dieses Manövers reichte es für Silchenko nur für Silber, da der Engländer Gary Hunt wieder einmal sprang wie von einem anderen Stern. Der Springer aus Southhmtpon, der schon beim ersten Springen in Frankreich gewann, zeigte mit seinem innovativen Style und viel Kreativität schon nach den ersten Sprüngen wen es auch in Yucatan zu schlagen galt. Absolutes Highlight seiner Kür und des gesamten Events war ohne Zweifel sein perfekt ausgeführter Triple Quad. Dieser Sprung gilt als der schwierigste im Cliff Diver Repertoire und wurde ausschließlich fürs High Diving von Gary Hunt persönlich entwickelt.

„Es ist harte Arbeit und jede Menge Training. Es hat sich ausgezahlt, im Vorjahr die schwierigen Sprünge zu lernen. Ich weiß nicht, warum die anderen Springer nicht den selben Schwierigkeitsgrad zeigen; aber ich denke, es ist einfach ein heftiger Sprung, den man eben nicht im Pool trainieren kann. Du musst dir selbst vertrauen und es einfach tun. Wenn vor dir jemand wie Artem eine tolle Wertung bekommt, dann willst du das auch und möchtest Höchstnoten kassieren,“ so der Engländer nach dem Event. Die Höchstnoten hat er letztendlich auch bekommen und wurde mit dieser tollen Leistung zurecht zum Sieger gekürt.

Die nächsten Stopps der Cliff Diving Tour 2010 werden Kragero (Norwegen), Polignango a Mare (Italien) und Sisikon (Schweiz) sein. Das große Finale findet dann in der Geburtsstätte des Cliff Divings in Hilo auf Hawaii stattt.

Weiter Informationen gibt es auf redbullcliffdiving.com


Fotos: © Vincent Curutchet / Ray Demski

Kategorie: Cliff Diving

Von: Michael Niedzwicki / Katrin Strobl