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24.11.2009

B-Boys Finale im Hammerstein Ballroom, New York City

Am 18. November 2009 traten sechzehn der weltbesten B-Boys im New Yorker Hammerstein Ballroom beim Red Bull BC One an, um ihren Champion zu küren. Der Franzose Lilou war der Sieger des Abends und verwirklichte sich damit einen Traum – er wollte den inoffiziellen Weltmeistertitel unbedingt zurück, nachdem er ihn schon 2005 gewonnen hatte.

B-Boys - und zwar die besten 16 der Welt

B-Boys - und zwar die besten 16 der Welt

im Hammerstein Ballroom in N.Y.C.

im Hammerstein Ballroom in N.Y.C.

dort wo alles damals begann..

dort wo alles damals begann..

Lilou ist der Weltmeister! Best B-Boy!

Lilou ist der Weltmeister! Best B-Boy!

 

Lilou besiegte den Amerikaner Cloud, der nach seinem vierjährigen Engagement im Tänzer-Ensemble von Madonna ein formidables Comeback hinlegte. Hoffnungsträger Lil’ Ceng (18) aus Deutschland zog im ersten Duell den Kürzeren und zeigte sich als fairer Verlierer.

In der Heimatstadt des HipHops, New York City, rüttelte das Red Bull BC One im Hammerstein Ballroom kräftig an den Wänden der legendären Konzert-Location: Sechzehn B-Boys aus elf Nationen battleten sich bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft in packenden 1-gegen-1-Duellen vor ausverkauftem Haus mit 1.600 Fans. Der Franzose Lilou verließ den Abend als Sieger und darf sich damit zum zweiten Mal in seiner Karriere „The One“ nennen – ein Novum in der sechs Jahre währenden Red Bull BC One-Geschichte. Im Finale besiegte Lilou den Amerikaner Cloud, der an diesem Abend sein BC One-Comeback hatte, nachdem er vier Jahre lang mit Madonna durch die Welt getourt war.

In einer spannenden letzten Runde über drei Battles konnte B-Boy Lilou das Duell für sich entscheiden. Sein eigener Stil, seine selbstbewussten Moves und seine charakterstarke Performance überzeugten die Jury am Ende. Noch im vergangenen Jahr beim Red Bull BC One in Paris war Lilou selbst Juror gewesen – und danach dermaßen heiß darauf, wieder in den Ring zu steigen, dass er sagte: „Bei diesem Wettkampf Juror zu sein und an der Seitelinie zu sitzen, hat mich motiviert, es im nächsten Jahr noch mal zu probieren. Ich werde der erste Juror sein, der zurückkommt, um zu gewinnen. Ich bin noch nicht reif für die Rente!“ Der Siegergürtel hatte es ihm schon damals angetan – entsprechend gab er ihn einfach nicht mehr ab.

Der einzige deutsche Teilnehmer Lil’ Ceng (18), Mitglied der Berliner Breakdance-Crew Flying Steps, traf in der ersten Runde auf Thesis, einem der heiß gehandelten amerikanischen Newcomer – und zog den Kürzeren. Aber Lil’ Ceng zeigte sich als fairer Sportsmann: „Das ist nun mal Teil der Show. Hier geht’s um Tanzen, hier geht’s um den Battle. Und wenn man ein Gewinner sein will, muss man auch mal erfahren haben, was es heißt zu verlieren.“

Der Hammerstein Ballroom, am Fuße des Empire State Buildings gelegen, sah an diesem Abend aber nicht nur die Top-Tänzer der B-Boys Szene, auch die anwesenden HipHop-Größen brachten ordentlich Stimmung. KRS One, der als MC durch die Nacht führte, lieferte dabei einen im wahrsten Sinne des Wortes strahlenden Auftritt – was aber nicht nur an seinem Glitzershirt lag. HipHop-Legende Talib Kweli und DJ-Partner Hi-Tek brachten Crowd und Ballroom zum Beben, bevor die legendäre Rock Steady Crew eine Performance aufführte, die nicht weniger zum Thema hatte als die Evolution des HipHops. Im weiteren Showprogramm: die National Double Dutch League.

Fotocredit: Red Bull Photofiles

Kategorie: Actionsport

Von: +++ Christian Klaucke / Claudia Berger +++