Windsurfer Antxon Otaegui
Soeben ging der Windsurf World Cup 2008 auf Sylt zu Ende. Dabei belegte der Spanier Antxon Otaegui Platz eins in der Disziplin Freestyle. sport2 hatte vor seiner Abreise nach Westerland Gelegenheit mit dem Windsurfer zu sprechen.

Windsurfer Antxon Otaegui
FOTOSTRECKE: Windsurfer Antxon Otaegui im Interview
Über Antxon:
Name: Antxon Otaegui
Spitzname: Habe ich keinen.
Geboren am 15. Oktober 1983 auf Lanzarote / Kanaren
derzeit wohnhaft auf Lanzarote / Kanaren
Und hier die Fragen:
1. Wie geht es Dir? Wir hoffen doch gut!?
Sehr gut, danke!
2. Wo bist Du genau in diesem Augenblick? Und was hast Du gestern gemacht? Gesurft?
Ich bin gerade zu Hause und bereite mich auf meine nächste Reise nach Sylt vor, wo der letzte PWA Freestyle Event stattfinden wird.
Tatsächlich war ich gestern surfen…
3. Bist Du verliebt, verlobt, verheiratet? Hast Du Familie...? Was denken die über Deinen außergewöhnlichen “Beruf”?
Im Augenblick bin ich Single.
Ich habe eine Schwester und einen Bruder. Beide sind älter als ich. Und da sind natürlich meine Eltern, die eine glückliche Ehe führen.
Alle sind sehr glücklich über das was ich tue: Es ist doch der Traum eines jeden, mit dem Geld zu verdienen, was man am Meisten liebt.
4. Homespot:
Jameos del Agua und Las Cucharas, beide sehr schön zum Windsurfen.
5. Goofy or regular?
Regular.
6. Das kann ich richtig gut (ja, Sport!!!)
Ja, Sport allgemein.
7. Und sonst? (Essen? Kochen? Lesen und Schreiben? Gedichte schreiben???)
Ich koche gerne, aber noch lieber mag ich essen, hahaha…! Ich spiele auch ziemlich viel Tennis. Da bin ich gar nicht sooo schlecht.
Außerdem bin ich ganz gut im Angeln…
8. Was treibt Dich an? Deine innere Stimme (Ehrgeiz), Freunde und Family – der Hang zum Ruhm (einmal VIP und zurück)?
Ich liebe das Reisen, neue Plätze zu sehen und neue Menschen kennenzulernen. Es ist eine großartige Erfahrung, bei der man reichlich lernen kann.
9. Der schlimmste Crash? Und: was war alles kaputt?
Nichts, also, nicht wirklich. Mein Leben war bis jetzt sehr ruhig und einfach, was diesen Aspekt angeht. Bis jetzt ist weder mir noch jemandem, den ich liebe, etwas Schlimmes passiert. Bislang war ich ein Glückspilz.
10. An welchem Trick arbeitest Du gerade?
Ich habe eine Menge Moves im Kopf, habe sie aber bis jetzt noch nicht ausprobiert. Ich bin der Überzeugung, dass man einen Move erst richtig in seinem Kopf verstanden haben muss, bevor man ihn machen kann.
11. Contests für 2008? Ziele?
Ich möchte einfach nur einen guten Wettkampf machen und mit meinem Segeln zufrieden sein. Wenn man das geschafft hat, kommen gute Resultate von ganz alleine.
Ich würde gerne mit Werner mehr an der Brettentwicklung arbeiten und dadurch mehr über diesen Aspekt des Windsurfens lernen.
12. Wohin geht es jetzt?
Nach der PWA auf Sylt werde ich nach Brasilien gehen und dort etwas trainieren. Danach vielleicht nach Südafrika oder Bonaire.
13. Lieblingscontest bis dato und warum?
Ich weiß nicht… ich mochte viele von den Contests. Ein Guter war dieses Jahr in Österreich: Der erste PWA-Event mit der EFPT. Ich bin Erster bei der EFPT und Vierter bei der PWA geworden. Das war etwas Besonderes, weil das letzte Jahr von meinen Resultaten her nicht besonders lief. Dieser Wettkampf hatte mir wieder etwas mehr Selbstvertrauen gegeben.
14. Lieblingsspot? (nicht Homespot!):
Da gibt es ja so viele… Hawaii, Madagascar, Lanzarote…
15. Warum Windsurfen??? Warum nicht Fußball spielen, Tischtennis, Stromgitarre spielen oder ähnliches, wie alle anderen Jungs auch? Was hat Dich zu DEINEM Sport getrieben?
Ich habe mit surfen angefangen als ich sechs Jahre alt war. Mein Nachbar schenkte mir ein Brett und ein Segel und von da an war ich süchtig nach Windsurfen. Ich musste aber die Schule zu Ende machen. Ich ging in die Staaten und konnte ein Jahr lang nicht surfen. Als ich dann nach Madrid ging, um meine Karriere voran zu treiben, habe ich realisiert, dass ich nicht besonders glücklich bin mit dem, was ich gerade tue. Also beschloss ich, Geld zu sparen und auf der Isla Margarita zu trainieren. Dann fing ich mit Wettkämpfen an, bekam gute Resultate und Sponsoren und machen nun seit fünf Jahren nichts anderes.
16. Stell Dir vor… wie wirst Du in 5, 10 und 25 Jahren sein… Und was wirst Du dann tun? Kleinen Jungs und Mädchen das Surfen beibringen???
Hahahaha…
Im Augenblick spare ich jeden Cent und denke darüber nach, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Ich glaube aber auch, dass wenn man zu sehr über die Zukunft nachdenkt, man die Gegenwart vernachlässigt. Daher versuche ich 100% meines Lebens zu genießen. Natürlich mit beiden Beinen fest auf dem Boden… ich weiß, dass alles ist nicht für immer.
17. Erzähl unseren Lesern wie Dein Alltag aussieht: Wo lebst Du? Und wie ist das Leben da so…?
Ich lebe auf lanzarote. Glücklicherweise bin ich hier geboren und das Wetter ist hier das ganze Jahr über gut.
An einem normalen Tag wache ich so um neun Uhr auf. Während des Frühstücks checke ich meine E-Mails und kontaktiere Sponsoren, wenn es etwas gibt, was geklärt werden muss.
Ich gehe zum Strand zum Windsurfen. Wenn Wind da ist, segel ich so vier bis sechs Stunden und wenn kein Wind da ist, dann chille ich am Strand oder gehe fischen oder Wellenreiten. Dann gehe ich nach Hause. An vielen Tagen gehe ich so 45 Minuten zwischen den Vulkanen Laufen. Dann komme ich heim und bin meistens so müde, dass ich bei einem Film einschlafe.
18. Möchtest Du jemanden grüßen? Oder Sponsoren erwähnen? Hau rein – es ist DEIN Interview!!!
Ich möchte ganz besonders meinen Eltern danken, für all das, was sie für mich getan haben. Ich weiß, dass es vor allem am Anfang nicht einfach war zu akzeptieren, was ich mit meinem Leben anfange.
Und natürlich ware ich nicht hier ohne den großartigen Support meiner Sponsoren JP AUSTRALIA, NEILPRYDE, SOORUZ, MFC und DWARF8. Ganz herzlichen Dank an alle.
Dir Danke für das Interview und ride on!
Andi, sport2




















