Stand Up Paddling: der neue Trend aus den USA?
Nicht ganz, denn so neu ist Stand Up Paddling, kurz „SUP“ nicht - es wurde nur einige Jahre vergessen. Vor knapp 60 Jahren benutzen die damaligen Beachboys das Paddel, um mit ihren Surfboards trocken aufs Meer zu kommen...

Stand Up Paddling

kurz: SUP

ist in aller Munde - äh, allen Gewässern

egal ob Hawaii oder Isarauen
Der Grund dafür war, dass die Surfurlauber auf Maui (Hawaii) unbedingt Fotos von sich beim Surfen haben wollten. Da es aber noch keine wasserdichten Kameras gab, mussten sich die Beachboys was einfallen lassen. Auch die Surfer erkannten schnell die Vorteile vom Surfen mit dem Paddel. An den wellenlosen Tagen am Northshore, benutzen die Surfer das Stand-Up-Paddle-Boarding als Ganzkörper-Workout um ihre Fitness und Balance zu trainieren.
Schnell verschwand diese Art von Wassersport aber wieder. Zwischen 2003 und 2004 belebten allerdings drei Wassersportler und Größen der Szene Stand-Up-Paddle-Boarding von neuem. Robby Naish, Dave Kalama und Laird Hamilton ist es nun zu verdanken, das es SUP nun auf der ganzen Welt gibt.
Was Stand-Up-Paddle-Boarding ist, erklärt schon der Name. Man steht auf einem Board (ähnlich einem Longboard) und bewegt sich mit Hilfe eines Paddels fort. Wenn man jetzt denkt, dass das wieder nur ein Wassersport für Küstenbewohner ist, dann liegt man falsch. SUP kann natürlich zum Wellenreiten benutzt werden, aber auch das Fahren im flachen Gewässer ist möglich. Es reicht also, wenn man einen Fluss, See oder Teich vor der Haustür hat. In Deutschland ist Stand-Up-Paddle-Boarding noch sehr jung. Hingegen in Amerika, Frankreich oder Großbritannien ist es bereits eine Massensportart. Es ist purer Fun, egal ob in der Welle oder im Flat und es lässt einem die Natur und das Wasser ganz neu erleben.
Das allerbeste ist, dass Stand-Up-Paddle-Boarding auch von Jedermann ausgeübt werden kann. Denn man benötigt keine Wochen oder Jahre um es zu erlernen. 10 bis 20 Minuten reichen aus, um ein Gefühl für das Board zu bekommen. Der Rest entwickelt sich ganz von alleine. Auch profimäßig wird dieser Sport schon ausgeübt. Sei es mit Wettkämpfen im Longdistance Bereich (ca. 9 Meilen), Sprint, Slalom oder aber natürlich im Wellenreiten.
Wenn man jetzt Lust bekommen hat, das Ganze auch mal zu testen, dann mal los. Das Equipment ist momentan leider noch sehr teuer selber zu kaufen, deshalb ist es empfehlenswert, es an einer Surf- oder Kanustation zu leihen. Gefahren wird auf einem Board, das etwa 3,30-3,70 Meter lang, 75 cm breit und ein großes Volumen hat. Die Paddel bestehen aus Karbon oder Alu. Ein Neopren wäre für den Anfang empfehlenswert, im Sommer reicht jedoch auch normale Badebekleidung aus. Ist man schon fortgeschrittener, fällt man eh so gut wie nicht mehr ins Wasser.
Wer Stand Up Paddling einmal live erleben möchte, kann auch vom 10.-12. Juli zum 1. Jever Stand-Up-Paddle Worldcup in der Hafencity Hamburg kommen.




















