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28.04.2008

Silvia Mittermüller

Silvia Mittermüller - ein Engel auf dem Brett: sie lebt in München und in den USA, kann ganz viel - außer Snowboarden - und rät Euch allen: hängt nicht zu viel vor der Laptop Kiste! Danke für den Tip - werde ich beherzigen;-)

Silvia Mittermüller - Snowboard Pro

Silvia Mittermüller - Snowboard Pro

Team: Oakley, Rome Snowboards, Vans, Eesa, Elm und Planet Sports

Team: Oakley, Rome Snowboards, Vans, Eesa, Elm und Planet Sports

München und die USA sind ihr Zuhause

München und die USA sind ihr Zuhause

Unser Star am Snowboard Himmel:-)

Unser Star am Snowboard Himmel:-) Bild 2 und 4: Davelehl.com

 

Ein waschechter Snowboard Star von heute:

Name: Silvia Mittermüller

Spitzname: Sillie

geb. am
08.08.83 in München

derzeit wohnhaft in München und USA

1. Homespot:

München und Breckenridge, CO

2. Das kann ich richtig gut (ja, Sport!!! ):
Snowboarden

3. Und sonst? (Essen? Kochen? Lesen und Schreiben?)
englisch, zu viel nachdenken, schnell reden, viel schlafen, multitasking

4. Was treibt Dich an? Deine innere Stimme (Ehrgeiz), Freunde und Family – der Hang zum Ruhm (einmal VIP und zurück)?

Die Herausforderung, etwas zu schaffen, von dem man denkt, man könnte es nicht.  Desweiteren das unglaublich gute Gefühl, wenn man es schafft. Das erste Mal, das zehnte Mal, das Tausendste Mal. Es gibt nichts wie das Gefühl, einen von Anfang bis Ende richtig guten Trick zu machen, egal ob man ihn schon 50 mal gemacht hat.

Ausserdem kann ich beim Snowboarden alles andere abschalten. Die reale Welt ist unendlich weit weg, man sieht fast nur glückliche Menschen am Berg, nichts erinnert einen an „schlechte“ Dinge, die einen sonst belasten könnten.  Snowboarden bedeutet für mich, für ein paar Stunden in eine Art Paradies abzuhauen.

5. Der schlimmste Crash? Und: was war alles kaputt?
Hm verschiedene.  Eine grauenvolle Gehirnerschütterung mit 20 Min Bewusstlosigkeit – beim verkanten auf der Piste vor vielen Jahren. Die aktuellsten schlimmsten Verletzungen waren 2 Kreuzbandrisse in einem Jahr. Einen bei einem Straight Air aufs Table, einen bei einem 3er etwas zu weit runter. Keine schlimmen Stürze eigentlich, aber mit Abstand die schlimmsten Verletzungen die ich bisher hatte. Die Stürze, die richtig übel aussehen, sind meistens gar nicht so schlimm.  Zu kurz zu springen ist meist viel schlimmer, als wenn es einen überschlägt und herumschleudert.

6. Sieht man noch was? Narben machen einen zum echten Giganten – denk dran!
Nicht soo viel.. eine kleine Narbe an der Schläfe (Snowboard Kante im 1.Jahr, ein unglaublich dummer Unfall). Sonst an beiden Knien – links eine 2-Euro Stück grosse Narbe vom Bremsen mit dem Knie auf Asphalt bei einem Street-Jib und rechts eben ein paar kleine Kreuzband OP Narben. Ach und an meinem Ellbogen 5 kleine arthroskopische Schnitt- Narben. Aber auch nicht so wild. Bisher find ich keine meiner Narben schlimm. In meinem Kreuzband Knie hab ich noch eine kleine Metall Platte, so gross wie das Teilchen mit dem man eine Getränkedose aufdrückt. Aber des merk ich ja nicht. Es piepst nicht mal in der Flughafenkontrolle.

7. An welchem Trick arbeitest Du gerade?
Gerade? Wieder joggen können. Ich bin im 3. Monat nach meiner 2. Kreuzband OP. Mein Highlight derzeit sind 5 Minuten laufen. An Snowboard Tricks darf ich leider grad nicht denken. Wenn ich wieder anfang, wird ich auch erst mal viel jibben gehen. Das ist fürs Knie erst mal besser als gleich wieder drauf rum zu springen wie eine Wilde.

8. Contests für 2008? Ziele?
Erstmal wieder snowboarden. Richtig. Danach vielleicht noch ein paar Last Minute Videoshots für das Oakley und Rome Video. Und wenn bis dahin alles gut geht wird ich schaun dass ich die Burton Global Series und TTR main events mitfahr.  Und mich auf den scheiss X Games revanchier – dieses Jahr hab ich mir da nach 6 Monaten wieder mein Kreuzband gerissen (nachdem ich die Woche davor auf den Euro Open 3. geworden bin).

9. Wohin geht es jetzt?
Erstmal ans Meer. Sommerurlaub. Ich hab eine kleine Wohnung in Martinique gemietet und wird dort weiter meine Reha machen. Ich komm sonst nie ans Meer, ich bin das ganze Jahr nur im Schnee.  Deshalb muss ich meine Verletzung ausnutzen, und jetzt mit gutem Gewissen ans Meer fahren – wenn ich eh nicht im Schnee sein darf.  Wäre ich nicht verletzt, würd ich allerdings nicht so was machen.  Wenns mir gut gehen würde wär ich jetzt in Whistler am filmen.

10. Lieblingscontest bis dato und warum?
Schwer zu sagen. Es ist toll auf den X Games gut zu fahren, genauso auf den Open- Events. Aber wirklich den meisten Spass gemacht hat mir glaub ich die Session in Vail. Das ist ein Jib-Contest in Jam Session Format mit einem kleinen Starterfeld. Dadurch hat man sehr viele Runs und es macht echt Spass. Ich muss sagen, dass mr allgemein Railjams viel Spass gemacht haben letztens.

11. Bestes Gelände? Lieblingsspot? (nicht Homespot!):
Ich liebe Whistler im Sommer und Colorado im Winter. Colorado hat einfach die besten Parks der Welt und sauviel Schnee, während man in Whistler im Sommer vom Sessellift aus Bären sieht, am Camp of Champions einen sauguten Park hat und nach dem Snowboarden im T Shirt runterfährt und im See schwimmen geht. Good times.  

12. Warum gehst Du nicht zum Ballett oder weiss der Geier was  ??? Was hat Dich zu DEINEM Sport getrieben?
Ich war über 10 Jahre im Ballett und es war auch saucool. Allerdings hat man im Ballett nicht die Art Herausforderung wie im Snowboarden, man springt nicht so hoch und weit und das drumherum sieht auch nicht so schön aus wie am Berg. So dumm es klingt glaube ich, dass mich die Pubertät zum Snowboarden gebracht hat.  So mit 14 war Ballett etwas, für das man sich schämen musste, also wollte ich was weniger peinliches machen.  Gleichzeitig wollen meine Eltern Snowboarden lernen, also hab ich mir gedacht, das passt doch ganz gut zusammen. In dem Jahr hab ich Ballett mit Snowboarden ausgetauscht. War eine gute Entscheidung, wobei Ballett eben auch nicht so schlecht war.

12. Und jetzt kannst Du schreiben, was Du willst! Gib uns etwas mit auf den Weg!
Hm ok... erstmal schaut euch den Zeitgeistmovie an zeitgeistmovie.com , das 5 Minuten lange seltsame psychodelische Intro könnt ihr auch überspringen. Aber danach echt ein sehenswerter Film.  Was sonst? Lasst euch vom Fernsehen nicht verblöden und abstumpfen, genauso wenig von seichten Zeitschriften ( so ziemlich allen Frauenzeitschriften) oder zu viel Zeit vor dem Computer (Myspace, Facebook & co).  Und versucht, so sehr wie es euch möglich ist, umweltbewusst zu leben.  Auch wenn es kleine Dinge sind, alles zählt. Und es tut ja nicht weh. Grad snowboarden ist kein besonders umweltfreundlicher Sport, da ist es nicht verkehrt im „normalen“ Leben etwas dafür auszugleichen zu versuchen. So jetzt hab ich genug moral-apostel-iert.

Möchtest Du jemanden grüssen? Oder Sponsoren erwähnen? Hau rein – es ist DEIN Interview!!!
Klar, einen Riesendank an die Leute die mich unterstützen – das sind Oakley, Rome Snowboards, Vans, Eesa, Elm und Planet Sports! Ausserdem natürlich danke an Eltern und Freunde, und an alle die das Interview bis hier gelesen haben! ;-)

Supiii!! Danke!!
Andi
www.sport2.de


Kategorie: Snowboard Rider

Von: Andi Lakeberg