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16.02.2007

Dal Balcon und Morison siegen in Furano

Gelungener Auftakt in das Weltcup-Wochenende in Japan: sabella Dal Balcon (ITA) und Matthew Morison (CAN) haben den drittletzten Parallel Riesenslalom des NOKIA Snowboard FIS Weltcups 2006/2007 für sich entschieden. Äußerst knapp ging es in Furano im Finale der Frauen zu, weil die Italienerin und ihre Kontrahentin Fränzi Kohli (SUI) gleichzeitig die Ziellinie überquerten. Da aber Dal Balcon in den zweiten Durchgang mit dem Penalty-Rückstand von 1,5 Sekunden gestartet war und

diesen aufgeholt hatte, sicherte sich die 29-Jährige ihren zweiten Weltcup-Sieg. Dritte wurde Alexandra Jekova (BUL) vor Doris Günther aus Österreich. Bei den Männern feierte Matthew Morison

seinen ersten Weltcup-Sieg. Der Kanadier bezwang im Finale den Weltcup-Führenden Simon Schoch (SUI). Als Dritter kam Rok Marguc (SLO) vor Jasey Jay Anderson (CAN) ins Ziel.

2. Fränzi Kohli

3. Alexandra Jekova

„Erneut Erste zu sein, ist ein Traum für mich“, sagte Isabella Dal Balcon nach dem Rennen. „Ich wusste nach dem zweiten Qualifikationsdurchgang, dass heute etwas möglich ist, aber dass es zum ersten Platz reicht, hätte ich nie gedacht.“ Auf die Zeitgleichheit im Finale angesprochen meinte sie:„Ich habe im ersten Lauf mal wieder zu viel gewollt und mir dadurch die Penalty-Zeit eingehandelt. Im zweiten Durchgang habe ich dann an den richtigen Stellen attackiert. Das ist perfekt gelaufen.“

Weniger perfekt natürlich für Fränzi Kohli, die den Sieg knapp verpasste: „Ich bin nicht enttäuscht. Ich bin sauer auf mich, weil ich den zweiten Lauf komplett verschlafen habe. Ich habe nur noch runtergebremst. Aber insgesamt muss ich mit dem Ergebnis zufrieden sein – der zweite Platz ist gut.“

Matthew Morison hatte nach seinem allerersten Weltcup-Erfolg allen Grund zum Jubeln: „Was für einTag. Ich kann es kaum glauben. Das war das härteste Rennen meines Lebens. Ich war so müde und nervös vor dem entscheidenden Finallauf. Als ich auf halbem Wege unten war, musste ich mich konzentrieren, um den Fokus nicht zu verlieren. Denn ich habe Simons Atem in meinem Nackengespürt. Ich wusste, dass er alles geben wird, um mich zu überholen. Ich bin so stolz, dass ich es geschafft habe.“

Weiter Fakten:

Anzahl Teilnehmer / teilnehmende Nationen: 40 Frauen – 43 Männer / 16 Nationen insgesamt

Wetter: bewölkt, 0°C

Länge des Kurses: 528 Meter

Anzahl der Tore: 28 Tore

Weltcup-Fakten: Bei den Herren braucht Simon Schoch (SUI) in den letzen bei den Rennen nur nocheinen 18. Platz um den Weltcup-Sieg zu feiern. Bei den Frauen werden die letzten beiden Rennen die Entscheidung über das Duell um den Weltcup-Titel bringen. Derzeit führt Heidi Neururer (AUT) vor ihrer Landsfrau Doresia Krings mit 60 Punkten.

Weitere O-Töne:

Simon Schoch, Schweiz, Zweiter: „Für mich war es heute sensationell. Ich bin mit dem zweiten Platz zufrieden. Matthew ist heute sehr stark gefahren und hat verdient gewonnen. Mit Blick auf den Weltcup war es ebenfalls perfekt. Siegfried Grabner und Rok Flander haben nicht aufholen können. Jetzt habe ich den Titel fast schon sicher.“

Alexandra Jekova, Bulgarien, Dritte, über ihr bestes Parallel Weltcup-Ergebnis: „Ich bin so glücklich. Ich kann es gar nicht fassen. Nie im Leben hätte ich mit so einem Resultat gerechnet.“

Rok Marguc, Slowenien, Dritter, über sein erstes Weltcup-Podium: „Ich bin sehr zufrieden. Mit einem solchen Resultat habe ich nicht gerechnet. Vor allem weil ich aufgrund des Zeitunterschiedes richtig müde war.  In Russland war ich Vierter, heute Dritter. Vielleicht klappt es in Korea mit dem Finale.“

Doris Günther, Österreich, Vierte: „Ich war heuer bis auf zwei Rennen immer im Viertelfinale. Jetzt hat es heute endlich mal zu mehr gereicht. Deswegen bin ich froh, Vierte geworden zu sein, auch wenn ich gerne auf dem Podium gewesen wäre. Aber ich war nicht ganz fit, sondern ein wenig kränklich.“

Kategorie: FIS Weltcup

Von: Andrea Böttcher