Boardercross: Das war der 1. Hamburger Skateboardercross
Yvonne Langner ist am 31.07.10 beim 1. Hamburger Skateboardercross mitgefahren und war so nett uns einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben. Hier könnt ihr lesen wie es einem Mädel beim Skatecross ergeht:)

Boardercross in Hamburg

feine Moderation beim 1. Skateboardercross

und ein Podium Shot
Fotostrecke 1. Hamburger Skateboardercross by Felix Buchholz
Skateboard Pics & Skateboard Videos
Mit großer Spannung fieberten wir dem 1. Hamburger Skateboarder Cross am 31. Juli 2010 entgegen. Der Aufbau startete bereits anderthalb Wochen vor dem Event: Material ordern, Rampen bauen, für die Sicherheitsabsperrung Säcke mit Heu füllen, Rampen positionieren…etc.
Die Idee..
..wuchs in den Köpfen von Tommy und Gordon:
"Gesehen haben wir den Spott schon vor Jahren von der Autobahn aus. Durch Zufall lernte ich die Ansprechpartner kennen und wir bekamen für einen Nachmittag Zugang zum Gelände. Es entstand das erste Video... Das war vor vier Jahren.
Irgendwann im Zuge der Vereinsgründung von Rollsport Hamburg e.V. war klar, dass wir wieder ein Longboard Event in HH machen wollten. Ein Downhill-Rennen geht in HH nicht, da machen wir uns nur lächerlich:)
Dann sahen wir die Videos von dem Schweizer Boardercross und die Idee nahm Formen an. In der Vorbereitung unterstützten uns ganz stark die Behörde für Umweltschutz und Stadtplanung, sowie die IBA als Träger der Deponie, die Behörde für Kultur, Sport und Medien mit finanziellen Mitteln, um den Rampenbau zu finanzieren."
Der Tag davor
Am Freitag wurde zum Vortreffen gerufen und auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof wuchs die Gruppe der Longboarder: Hamburger, Berliner, Österreicher…
Gegen 20 Uhr starteten 47 Skater die Tour durch Hamburgs Straßen: die Mönckebergstraße entlang, in Richtung Rödingsmarkt mit dem ersten Ziel: Speicherstadt, inklusive Zwischenstopps für Foto- und Videoaufnahmen… als nächsten Spott peilten wir den Venusberg an… aus der Speicherstadt zurück durchs Portugiesenviertel…
Irgendwann führte uns die Tour weiter in Richtung Schanzenviertel… last Station Subvert Store… Der Abend klang in einer gemütlichen Runde bei Bier und Musik aus und just in diesem Moment änderte sich auch mein Plan für das Rennen am Samstag:
Der Tag des Boardercross
Perfektes Wetter empfing uns auf dem Energieberg. Gloria, meine neue Berliner Bekanntschaft, hatte mich tatsächlich am vorangegangenen Abend überredet am Rennen mit teilzunehmen. Ich hatte ordentlich Hummeln im Hintern.
Der Parcours
Vor uns Skatern erstreckte sich ein 700 Meter langer Parcours, technisch anspruchsvoll, die Maximalgeschwindigkeit lag bei ca. 50km/h. Es gab drei 40° Grad Rampen ohne Transition (insg. 30m), einen ca. 80cm hohen Buckel und eine 90° Kurve im Flat, die mit Fullspeed angefahren wurde.
Ohne Protection durfte die Strecke nicht befahren werden, mindestens Ellenbogen- und Kneepads, Handschuhe, Helm (Fullface) und Rückenprotecktor waren empfohlen. Um 10.00 Uhr gab es ein Riders Meeting. Der Einweisung und Regelerläuterung für die Fahrer folgte die Ausgabe der Startnummern, verfolgt von den Kammeraleuten des NDR und SAT1.
Das Qualifiy
Das Freeriding lief bis 13:30 Uhr, danach fand das Qualify statt. Es wurden 2er Heats gefahren, der Sieger erhielt vier Punkte, der Verlierer zwei. Pro ausgelassene Schikane (4 Stk.) gab es einen Punkt Abzug.
Die Knock Out Runden, einschließlich Finale, wurden ebenfalls in 2er Heats absolviert. Sollte der Erste des Heats weniger Schikanen gefahren haben als der Zweite, so hatte dieser verloren. Bevor das eigentliche Rennen begann, konnten die Skateboarder an der Jumpramp ihr Können zeigen.
Dann war es soweit…
die ersten beiden Longboarder starteten. Die Boards lagen mit den Decks auf dem Asphalt und mussten im Anlauf aufgenommen und gedreht werden. Der Buckel bildete das erste Hindernis und bis dahin sollten wir durch Rennen und Pushen so viel Geschwindigkeit wie möglich aufnehmen.
Im zweiten Drittel waren zur linken und zur rechten Seite zwei Steilrampen knapp hintereinander positioniert, 100m weiter folgte eine ca. 35° Rechtskurve. Ab da stieg das Gefälle. Die letzte Steilrampe und 200m weiter im Flat eine 90° Kurve, bildeten das letzte Drittel den Parcours. Einige nahmen die Kurve mit Fullspeed!
Das Finale
Am spektakulärsten verlief das Finale. Beide Fahrer stürzten nach der letzen Rampe auf der Strecke, nahmen ihre Boards wieder auf und passierten die letzte Kurve. Was dann folgte fanden wir alle einfach nur genial: der vordere Fahrer stoppte, lief zurück zu seinem Mistreiter und beide rollten auf einem Board zusammen durch das Ziel. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt:)…by the way… die zwei Jungs - HeikoSchöller und Daniel Vogt - waren aus Köln! Somit stand zur Siegerehrung auf dem dritten Platz Johannes Koch - einer unserer Hamburger Jungs.
Die Mädels
Für uns Mädels war das Rennen nach den Qualifikationsrunden zu Ende. Und umso größer unsere Überraschung, natürlich auch unsere Freude, als wir ebenfalls auf das Siegertreppchen steigen durften und echt tolle Preise bekamen.
Achja, just in dem Augenblick, als die Sieger des Boardercross mit ihren Preisen von der Rampe stiegen, begann es zu regnen. Unsere Aftershowparty verlief dann ziemlich ruhig. Wir waren richtig geschafft und uns einig: Es war ein richtig genialer Tag, ein echt cooles Event und wir hoffen auf ein nächstes Mal:)













