Immer mit der DigiCam unterwegs - der eSportpark der Uni Flensburg
Oder: Wie Jugendliche als Produzenten von Lehrmaterialien zum BMX & Skateboarden werden. Testgelände: der BMX- und Skatepark am alten Schlachthof in Flensburg hoch oben im Norden. Dieser Park ist das Ergebnis langjähriger Bemühungen der Trendsportszene und der Sportpiraten um einen eigenen Bewegungs- und Versammlungsraum.

Der sogenannte eSportpark

der Uni Flensburg - hier das Team im Park

Jugendliche leben heute "Multimedia"+"Digital"

mehr als alle anderen Bevölkerungsgruppen
Einleitung
Die Szene rund um BMX, Skate, MTB, Parkour & Co. hat eines gemein: die Akteure filmen sich sehr gerne bei ihrem Tun! Diese Clips werden dann zur Schau gestellt.. in Foren, Communities oder eben in den Video Portalen wie YouTube, MyVideo oder Vimeo.
Die Digitalkamera und der Internet-Auftritt gehören quasi zum Alltagsleben der Trendsportler. Mit den Videos kann das eigene Können dargestellt, die Aktivitäten der lokale Szene abgebildet sowie den Austausch mit Gleichgesinnten in anderen Städten gefördert werden.
Darüber hinaus werden im eSportpark am Schlachthof computergestützt Flyer und Plakate für die dort stattfindenden Veranstaltungen entworfen und hergestellt. Alles natürlich von den Aktiven für die Aktiven. Und die Anhänger dieser Sportarten!
Medien in der Praxis: zwischen Dirt-Park und Social Web
Die BMXer, Skater und Traceure gehen mit elektronischer Kommunikation ganz lässig um. Alles was sie tun, wird gefilmt, veröffentlicht, kommentiert und wenn man nicht weiter weiß, holt man sich Rat bei den Freunden an der Betonrampe oder eben – im Social Web. Denn dort sind auch Freunde – oder zumindest Gleichgesinnte. Sie sich nur eben weit weg – kennen sich aber im Extremfall besser aus und können dann an Hand von Videos im netz den Trick besser erklären.
Innovative Informations- und Unterhaltungstechnologie ist fest verwurzelt im Alltag – Jungendliche gelten daher als medienhandwerkliche Pfadfinder. Sie sind ihren Eltern immer einen Schritt voraus. Digitale Medienangebote werden eben mehr von Kindern und Jugendlichen konsumiert, modelliert und teilweise auch produziert, wobei diese auf ihr an der Rampe oder im Betonpool erworbenes Expertenwissen zurückgreifen und ihre gesammelten Erfahrungsschätze mit der Szene-Community teilen wollen.
Kleine Technik – große Wirkung
Begünstigt wird die rege Medienpraxis der Jugendlichen im Übrigen durch die inzwischen weit vorangeschrittene Miniaturisierung der Technologie. Plus: mittlerweile stark verringerte Anschaffungskosten: Bereits zahlreiche handelsübliche Mobiltelefone mittlerer Preisklassen besitzen Computer- und Kamerafunktionen, die eine Produktion von Multimediadateien und deren Upload in ein Videoportal im www ermöglichen.
In diesem Zusammenhang belegen aktuelle Nutzerstudien die enorme Popularität von Videoportalen, Photocommunities (wie Flickr) und privaten Netzwerkplattformen (wie SchülerVZ oder StudiVZ) unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Weitaus regelmäßiger und intensiver als andere Altersgruppen rufen die 12- bis 29-Jährigen beispielsweise Informationen bei Multimedia-Plattformen wie You Tube ab.
Fazit:
Die „Jungen Wilden“ sind sehr trendsportaffin, möchten immer mehr dazulernen – aber eben ganz ungezwungen.. mit Freunden. Eben Freestyle. Nicht im Verein mit festen Trainingszeiten. Sie filmen und fotografieren sich bei der Ausübung ihres Sports, stellen diese Clips ins Netz, kommentieren die anderen BMXer oder Skater, lernen voneinander und bilden somit im Grunde nicht nur deutschlandweit, sondern weltweit, die Trendsportszene.
Sie sind die Zukunft – sportlich und mulitimedial!
www.flensburg-innovativ.de
www.skatepark-flensburg.de










